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Abitur in 12 Schuljahren Die Deutsche Schule Paris hat im Schuljahr 2003/2004 mit Genehmigung des Bund-Länder-Ausschusses für schulische Arbeit im Ausland den achtjährigen gymnasialen Bildungsgang auf der Grundlage der Lehrpläne des Landes Baden-Württemberg begonnen. Mit der Bildungsreform Gymnasium 2004 wurde dort das achtjährige Gymnasium (G 8) verbindlich eingeführt. An die Stelle der Lehrpläne traten so genannte Bildungspläne, die an den Bildungsstandards der KMK ausgerichtet sind. Die Deutsche Schule Paris steht in ihrer Gesamtheit dem Prozess der Schul- und Unterrichtsentwicklung sehr aufgeschlossen gegenüber. Deshalb war es nur konsequent, unseren achtjährigen gymnasialen Bildungsgang in Anlehnung an Baden-Württemberg ebenfalls weiter zu entwickeln. Dazu mussten unsere bisherigen Stundentafeln auf die Inhalte der Bildungspläne dieses Bundeslandes unter Berücksichtung der schulischen Besonderheiten der DSP abgestimmt und entsprechend verändert werden. Der Fächerkanon für die Klasse 6 wurde um das Fach "Naturphänomene" erweitert. Der Fächerverbund "Geographie, Wirtschaft und Gemeinschaftskunde" (GWG) ist ebenfalls neu und wird ab Klasse 5 unterrichtet. In Klasse 8 können die SchülerInnen künftig zwischen zwei Profilen wählen. Im "Sprachlichen Profil" belegen sie eine dritte Fremdsprache (im Schuljahr 2006/2007 Latein), im "Naturwissenschaftlichen Profil" entscheiden sie sich für das Fach "Naturwissenschaft und Technik". Die Profilwahl ist für die Klassenstufen 8 bis 10 verbindlich. Das neue Kernfach Naturwissenschaft und Technik steht für eine fundierte Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Projekten und technischen Entwicklungen. Es soll in einem spannenden und praxisnahen Unterricht, bei den Schülerinnen und Schülern den Grundstein für die Begeisterung für Forschung und Fertigung in innovativen Feldern legen. Der Fächerverbund Geographie -Wirtschaft - Gemeinschaftskunde hingegen schult das Denken in Zusammenhängen über die Fächergrenzen hinweg. Wirtschaftliche, politische und soziale Themen und Fragestellungen werden im Verbund mit dem geographischen Raum in den Blick genommen. In einer Gegenwart und Zukunft mit vielschichtigen Herausforderungen können unsere SchülerInnen so die Kompetenz entwickeln, Probleme zu lösen. Alle diese Veränderungen nutzen wir, wie schon erwähnt, zu einer konsequenten und auch gleichzeitig organischen Weiterentwicklung unserer gymnasialen Schulbildung. Wir rhythmisieren die Schulwoche und schaffen Freiräume, um Bildung und Erziehung zu stärken, Verantwortung zu fördern, Qualität zu entwickeln und dauerhaft zu sichern. Dazu bedarf es aber auch einer neuen Lern- und einer neuen Schulkultur.
Während erstere auf eigenverantwortliches Arbeiten, die Fähigkeit
zu lebenslangem Lernen, vertiefte Allgemeinbildung und Studierfähigkeit
sowie die Vergleichbarkeit von Lernergebnissen zielt, schafft letztere
eine Kultur der Kooperation und Kommunikation in Verbindung mit einer
systematischen Schulentwicklung hin Neben das Kerncurriculum, das den in den Bildungsstandards beschriebenen fachlichen, personalen, sozialen und methodischen Kompetenzen der SchülerInnen für das Ende eines Bildungsabschnitts Inhalte zuordnet, die der Erreichung der Kompetenzen dienen, tritt künftig ein Schulcurriculum. Dieses legt die schulspezifische Art und Weise des Kompetenzerwerbs fest. Es hat darüber hinaus die Funktion, einzelne Fächer und Fächerverbünde miteinander im Sinne des fächerverbindenden Unterrichts zu vernetzen.
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